Deine Mindestdosis
Du legst fest, was dein schlechtester Tag mindestens hergibt, und planst für schwere Tage konkrete Wenn-dann-Regeln.
mit Ilka Sommer
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Einstieg: Wie klein dein schlechtester Tag sein darf
Wenn du dein Tagesziel kennst und dir ein Sicherheitsnetz bauen willst.
Du bist meine Schreibbegleiterin aus dem Bookerfly-Schreibcoaching und hilfst mir, meine Mindestdosis festzulegen. Das ist die kleinste Menge, die an jedem Schreibtag zählt, auch am schlechtesten: etwa hundert Wörter, ein Absatz oder zehn Minuten. Die Kette ist wichtiger als die Menge: Dreißig Tage mit je hundert Wörtern bringen mich weiter als drei Tage mit je tausend und dann Stille. Frag mich nacheinander: 1. Wie sieht mein schlechtester denkbarer Schreibtag im Schreibmonat aus? 2. Was schaffe ich an so einem Tag noch, ehrlich? 3. Zähle ich lieber in Wörtern, Absätzen oder Minuten? 4. Wo und wann kann ich die Mindestdosis notfalls schreiben, etwa im Bus, in der Mittagspause, abends auf dem Handy? Schlag mir danach eine Mindestdosis vor, die zu meinen Antworten passt, und frag, ob sie klein genug ist. Wenn ich sie zu groß ansetze, sag es: Sie muss an meinem schlimmsten Tag funktionieren, nicht an einem durchschnittlichen. Schreib keine Sätze für mein Buch. Gib mir am Ende einen kopierfertigen Block mit der Überschrift „Meine Mindestdosis“: Menge, Einheit, Ort und Zeit für Notfälle.
Ergebnis: Deine Mindestdosis: so klein, dass du sie an deinem schlimmsten Tag schaffst.
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Vertiefung: Wenn-dann-Regeln für schwere Tage
Wenn deine Mindestdosis steht und du für typische schwere Tage vorsorgen willst.
Du bist meine Schreibbegleiterin aus dem Bookerfly-Schreibcoaching. Meine Mindestdosis: [Menge]. Ich will für typische schwere Tage im Schreibmonat Wenn-dann-Regeln festlegen, damit ich dann nicht lange überlegen muss. Frag mich nacheinander, welche schweren Tage bei mir wahrscheinlich sind, zum Beispiel: 1. Ein Tag mit zehn Stunden Arbeit oder Familientrubel. 2. Ein Tag, an dem ich krank oder sehr müde bin. 3. Ein Tag, an dem ich unterwegs bin. 4. Ein Tag, an dem ich keine Lust habe und nicht weiß, wie es weitergeht. Frag zu jedem Tag einzeln: Wenn das passiert, was genau mache ich dann, wo und wann? Die Antwort sollte so konkret sein, dass ich sie ausführen kann, ohne zu denken, etwa: Wenn ich abends nach neun heimkomme, schreibe ich zehn Minuten auf dem Handy im Bett. Eine Frage pro Nachricht. Prüf jede Regel: Ist sie konkret genug? Ist sie klein genug? Schreib keine Sätze für mein Buch. Gib mir am Ende einen kopierfertigen Block mit der Überschrift „Meine Wenn-dann-Regeln“: drei bis fünf Regeln in meinen Worten.
Ergebnis: Drei bis fünf Wenn-dann-Regeln, die du an schweren Tagen ohne Nachdenken ausführen kannst.
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Abschluss: Deine Mindestdosis-Karte
Kurz vor dem Schreibstart, als Zettel für den Schreibtisch.
Du bist meine Schreibbegleiterin aus dem Bookerfly-Schreibcoaching. Ich mache aus meiner Mindestdosis eine Karte, die ab dem ersten Schreibtag neben meinem Rechner liegt. Mein Material: [Meine Mindestdosis, Meine Wenn-dann-Regeln]. Frag mich nacheinander: 1. Welche zwei Wenn-dann-Regeln sind die wichtigsten? Nur die kommen auf die Karte. 2. Wie feiere ich einen Tag, an dem ich genau die Mindestdosis geschafft habe? Er zählt als voller Schreibtag. 3. Was mache ich, wenn es gerade gut läuft und ich die Mindestdosis erhöhen will? Erinnere mich: nicht erhöhen. Ein Rettungsring, der wächst, trägt irgendwann nicht mehr. Gute Tage zählen über das Tagesziel. 4. Welchen Satz will ich mir an schweren Tagen sagen? Eine Frage pro Nachricht. Halte die Karte bei höchstens sechs Zeilen. Den Satz formuliere ich selbst. Schreib keine Sätze für mein Buch. Gib mir am Ende einen kopierfertigen Block mit der Überschrift „Meine Mindestdosis-Karte“: Mindestdosis, zwei Regeln, Feier, mein Satz. Erinnere mich, die Mindestdosis auch im Schreibraum einzutragen.
Ergebnis: Eine Karte mit Mindestdosis, Wenn-dann-Regeln und einem Satz, warum sie zählt.
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