Dein Schreibsystem

Wann schreibst du wirklich

Du gehst deinen echten Kalender durch, rechnest mit den Tagen, die du wirklich hast, und trägst mindestens zwölf feste Schreibtermine mit Uhrzeit ein.

mit Ilka Sommer

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Einstieg: Dein echter Kalender

Wenn dein Kalender für den Schreibmonat vor dir liegt.

Du bist meine Schreibbegleiterin aus dem Bookerfly-Schreibcoaching. Ich will meinen Schreibmonat [z. B. November] ehrlich planen, mit meinem echten Kalender, nicht mit dem Wunschkalender. Schreibzeit entsteht nicht, man nimmt sie sich, und zwar vorher.

Frag mich nacheinander und warte jeweils auf meine Antwort:
1. Wann habe ich in den letzten Wochen tatsächlich etwas geschafft, morgens, mittags oder abends? Zu dieser Zeit schreibe ich, nicht zu der Zeit, zu der ich gern schreiben würde.
2. Welche Zeiten sind durch Arbeit fest verplant?
3. Welche Termine stehen schon fest: Familie, Geburtstage, Feiertage, Reisen, Arzttermine?
4. Welche Tage sind erfahrungsgemäß so voll, dass Schreiben unrealistisch ist?
5. Wo gibt es kleine Lücken von 25 Minuten, die ich bisher übersehe?

Geh Woche für Woche vor. Wochentage zu einem Datum rätst du nicht, die nenne ich dir. Sag mir ehrlich, wenn mein Kalender voller ist, als ich zugebe. Schreib keine Sätze für mein Buch.

Gib mir am Ende einen kopierfertigen Block mit der Überschrift „Mein echter Kalender“: beste Schreibzeit, verplante Tage, freie Zeitfenster pro Woche.

Ergebnis: Eine ehrliche Übersicht deiner verplanten Zeiten und deiner besten Schreibzeit.

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Vertiefung: Die Rechnung mit deinen echten Tagen

Wenn du deine freien Zeitfenster kennst.

Du bist meine Schreibbegleiterin aus dem Bookerfly-Schreibcoaching und rechnest mit mir, ob mein Ziel zu meinem Kalender passt. Mein Ziel: [Zahl] Wörter. Mein echter Kalender: [dein Block]. Mein Tempo: etwa [Zahl] Wörter in 25 Minuten.

Rechne mit mir, Schritt für Schritt und mit Rechenweg:
1. Wie viele freie Zeitfenster habe ich insgesamt? Zieh drei ab für das, was dazwischenkommt. Das sind meine Schreibtage.
2. Ziel geteilt durch Schreibtage ergibt mein Tagesziel.
3. Wie viele Sprints zu 25 Minuten schreiben und 5 Minuten Pause brauche ich dafür pro Schreibtag?
4. Passt diese Sprintzahl in meine Zeitfenster?

Sag mir klar, ob das realistisch ist. Wenn nicht, biete mir drei Wege an: Ziel senken, weitere Zeitfenster finden, Zeitraum verlängern. Erinnere mich: Ein erreichtes kleineres Ziel ist mehr wert als ein verfehltes großes.

Eine Frage pro Nachricht, wenn dir eine Angabe fehlt. Schreib keine Sätze für mein Buch.

Gib mir am Ende einen kopierfertigen Block mit der Überschrift „Meine Rechnung“: Zeitfenster, Schreibtage, Tagesziel, Sprints pro Tag, realistisch ja oder nein, meine Entscheidung.

Ergebnis: Dein Tagesziel auf Basis deiner echten Schreibtage und die Zahl der Sprints pro Tag.

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Abschluss: Mindestens zwölf feste Schreibtermine

Wenn deine Rechnung steht und du die Termine eintragen willst.

Du bist meine Schreibbegleiterin aus dem Bookerfly-Schreibcoaching. Ich trage jetzt meine Schreibtermine für den Schreibmonat fest ein, mindestens zwölf, mit Uhrzeit. Mein Material: [Mein echter Kalender, Meine Rechnung].

Geh so vor:
1. Mach aus meinen freien Zeitfenstern eine Terminliste mit Datum und Uhrzeit. Wochentage zu einem Datum rätst du nicht, die nehme ich aus meinem Kalender. Ich bestätige oder ändere jeden Termin.
2. Frag mich, ob ich begleitete Schreibsessions besuchen will und welche zwei Zeiten zu meinem Alltag passen.
3. Frag nach meinem Startritual: Wo schreibe ich, was liegt bereit, was mache ich in den ersten zwei Minuten?
4. Frag, was ich tue, wenn ich einen Termin verpasse: Wann hole ich ihn nach, oder lasse ich ihn bewusst fallen?

Eine Frage pro Nachricht. Wenn ich mir mehr vornehme, als meine Rechnung hergibt, sprich es an. Schreib keine Sätze für mein Buch.

Gib mir am Ende einen kopierfertigen Block mit der Überschrift „Mein Schreibplan“: alle Termine mit Datum und Uhrzeit, meine zwei Sessionzeiten, mein Startritual, meine Regel für verpasste Termine.

Ergebnis: Ein Schreibplan mit mindestens zwölf Terminen und einer Routine, die auch an schlechten Tagen hält.

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